Dr. Angelika Hagen

 
 
THEMA GEWALT: EIN TABU ZUR SPRACHE BRINGEN

Es kommt in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen zu Gewalthandlungen durch die Betreuenden.
Wieso ist das so? Was sollen MitarbeiterInnen über diese Zusammenhänge wissen?  Wie kann beobachtete Gewalt  zur Sprache gebracht werden – nicht um pauschal zu verurteilen, auszugrenzen, zu vernadern oder zu kontrollieren, sondern um Zusammenhänge sichtbar zu machen, die betreuenden Personen sowie die Teams zu stärken und die Arbeit für die betreuten Menschen zu optimieren.
Da „Aggression und Gewalt in der Betreuung“, ebenso wie auch (Menschen mit) Behinderungen gesellschaftliche Tabuthemen sind, gibt es bisher wenig Untersuchungen darüber. Dieses Seminar gibt Orientierung und zeigt Wege in einen neuen Umgang miteinander.

Das Seminar richtet sich an Betreuende, die Gewalt oder Diskriminierung erlebt, beobachtet oder auf andere Art empfunden haben.

INHALTE

Überblick zu den Begriffen Aggression und Gewalt 
Erscheinungsformen und Entstehungstheorien
Die „natürliche“ Dimension der Aggression
Die Gesichter der Gewalt: Erkennen, zur Sprache bringen und neu handeln
Strukturelle und personale Gewalt
Psychische, physische, finanzielle Misshandlungen;
Einschränkungen des freien Willens, Rechtsgrundlagen
Entwertung, Verletzlichkeit, Tabuisierung
Praxis der Selbstwahrnehmung – Körper, Gefühle-Empfindungen, Geist 
Einstellungen, Standpunkte, innere Selbständigkeit
Präventionsmaßnahmen und Früherkennung
Ansprechen von beobachteter Gewalt und Teamzusammenarbeit

METHODEN

Theorie-Impulse, Selbsterfahrung, Gruppenarbeit, Dialog